Projekt "Was die Seele stark macht"
„Was war, und wie es ist”
Burnout - Depressionen „Fluch oder Segen“
Vortrag von Gerhard Huber im Knittelfelder Kulturhaus
Gerhard Huber (re) mit den Verantwortlichen des Forums Gesunde Stadt, Christian Stummer und GRin Waltraud Rauscher sowie Gemeindearzt Dr. Heimo Korber (2.v.l.).
Im vollen Saal des Knittelfelder Kulturhauses herrschte gespannte Stille, als Gerhard Huber sehr persönlich und offen über seine Erfahrungen mit dem Burnout erzählte. Er berichtete wie es dazu kam und wie er den Weg aus der Krise gemeistert hat. 16 Jahre lang arbeitete er bis weit über seine Grenzen hinaus. Huber, der auch unter Anfeindungen seiner Kollegen litt, übersah alle Warnzeichen für eine Überlastung wie Schlafstörungen und Antriebslosigkeit. Nach einem Arztbesuch wurde der Familienvater mit schwersten Depressionen sofort ins Krankenhaus eingeliefert. „Ich habe mit dem Leben gespielt", sagt Huber heute. Das Publikum lauschte den Ausführungen des Familienvaters, dem am tiefsten Punkt seines Lebens alles egal war und er nur mehr hoffte, dass alles bald vorbei ist. Er schöpfte aber wieder Kraft und kämpfte sich mühsam zurück ins Leben. Heute steht der 49-jährige strahlend auf der Bühne und gibt vor allem auch wertvolle Hilfestellung, damit es gar nicht so weit kommen kann.
Er hat seine Erfahrungen in Buchform gebracht, gibt Vorträge zum Thema und war bereits im ORF bei Stöckl am Samstag, in der Barbara Karlich-Show, im Radio Ö1 sowie im ARD und im Südwestdeutschen Fernsehen zu Gast. Er tourt durch Österreich und Deutschland, trägt in Kliniken und Gesundheitsressorts vor und spricht mit Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik über die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen und arbeitspolitischen Veränderung. Derzeit setzt er sich für die Psychotherapie auf Krankenschein und für ein Antimobbinggesetz ein.
Die vom Forum Gesund Stadt initiierte Veranstaltung fand großen Anklang. Der Weiße Saal war voll besetzt und das Publikum war beeindruckt von den Erzählungen und Ausführungen des Referenten. Im Anschluss an die Veranstaltung stand der Buchautor für Fragen zur Verfügung.

