Lindenallee und Rosegger:

Im nächsten Jahr Neue Mittelschule

Mit der Zielsetzung, „Jedes Kind bestmöglich fördern“, stehen die Schüler/innen und nicht das Fach im Mittelpunkt des Unterrichts. Leistung und Förderung sind die zwei wesentlichen Säulen der neuen Mittelschule mit leistungsorientierter Lehr- und Lernkultur auf höchstem Niveau.

 

Leistungs- und Förderschule
Leistungsschule bedeutet, dass auf die vielen Begabungen, Fähigkeiten und Talente jedes Kindes besonders Rücksicht genommen wird. Alle werden an ihre Höchstleistungen herangeführt, ohne dabei jedoch über- oder unterfordert zu werden. Förderschule bedeutet, dass jedes Kind genügend Zeit, Betreuung und Unterstützung erhält, um die Lerninhalte im eigenen Lerntempo zu erfassen. Der Unterricht in Deutsch, Englisch und Mathematik erfolgt durch zwei Lehrer/innen, einem/einer Gymnasiallehrer/in und einem/einer Hauptschullehrer/in. Es gilt grundsätzlich der Lehrplan der AHS-Unterstufe.

 

Moderne Unterrichtsformen
Die Leistungsgruppen sind abgeschafft, neue Lernräume werden errichtet. Moderne Unterrichtsformen, Gruppenarbeit und Freiarbeit bestimmen vermehrt das Unterrichtsgeschehen. E-Learning, vernetztes Lernen mithilfe des Internets und Lernplattformen sind ein fixer Bestandteil des Unterrichts. Ein vielfältiges Angebot an pädagogischer Betreuung ersetzen zusätzliche, kostenintensive Nachhilfestunden. Die Neue Mittelschule fördert die Integration, bietet mehr Chancengerechtigkeit für alle und dient somit dem Ausgleich sozialer Ungleichheiten. Die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule erhalten als Abschluss ein Zeugnis des Realgymnasiums.

 

Eltern im Schulbezirk Knittelfeld zu 100 % dafür

Noch nie gab es ein derartiges eindeutiges „Ja“ der Elternschaft zu einem Schulversuch, wie zum Modell Neue Mittelschule (NMS). In allen Hauptschulen des Bezirkes stimmten die Eltern und Lehrer/innen zu 100 Prozent für die Einführung ab dem Schuljahr 2012/13. Die schon seit einigen Jahren österreichweit laufenden Modellversuche zeigen den großen Erfolg dieser zeitgemäßen modernen Schule. Elternvertreter-Obmann der Lindenalleeschule, Kurt Grangl, dazu: „Die Neue Mittelschule steht für die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler. Damit erleichtert sie die weitere berufliche oder schulische Bildung jedes Kindes.“ Beate Köll-Keplinger, Mutter eines Schülers sowie Trainerin im RLZ, zum Thema: „Sie ist endlich eine Schule, in der das Kind im Mittelpunkt steht und nicht das Unterrichtsfach. Durch modernen Unterricht werden alle Kinder bestmöglich gefördert und gefordert.“
Auch die Elternvertreter/innen der Roseggerschule sind positiv gestimmt. „Dem Lernen werden ganz neue Wege eröffnet. Der neue Schultyp ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so Roman Ulbel. Und Ulla Lienzer ergänzend: „Ich finde es nur gerecht, dass die Neue Mittelschule sowohl in Bezug auf den Lehrplan als auch hinsichtlich der Angebote mit allgemein bildenden höheren Schulen vergleichbar sind, zumal in den NMS ebenfalls Lehrkräfte der höheren Schulen unterrichten.


Bildtext: Bezirksschulinspektor Augustin Kargl mit den Elternvertreterinnen und Elternvertreter, sowie den Direktorinnen und Direktoren der Hauptschulen des Bezirkes Knittelfeld.