Michaela Heider "vergoldet"
Ihren bislang wohl größten sportlichen Erfolg hat die 16-jährige Michaela Heider bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck „eingefahren“. Über ihren abenteuerlichen Weg von der ursprünglichen „Nicht-Nominierung“ bis hin zur Goldmedaille, haben die Medien bereits ausführlich berichtet. Wir haben sie in ihrem Heimathaus in Knittelfeld besucht um etwas hinter die Kulissen einer Olympiasiegerin zu blicken.
Die vielfache Gewinnerin von Schul,- Bezirks,- und Landesmeisterschaften erzählt wie sie ihre Liebe zum Skisport entdeckt hat. „Mit dem Skifahren habe ich bereits als vierjähriges Kind begonnen. Meine Eltern sind selbst sehr sportlich, sind Ski-Touren gegangen und haben mir ermöglicht, in der Gaal das Skifahren zu lernen“, so die sympathische junge Dame. Bereits mit Fünf ist sie ihr erstes Rennen gefahren. Der Skiclub Gaal ist ihre sportliche Heimat. Hier hat Michaela zu trainieren begonnen, heute fährt sie im Landeskader der Damen des Steirischen Skiverbandes.
Um Schule und Sport besser vereinbaren zu können, ist Michaela vom Knittelfelder Gymnasium in die dreijährige Skihandelsschule in Schladming gewechselt. Vormittag gibt’s Unterricht, am Nachmittag Skitraining. Jeden Tag sind rund drei Stunden Konditionstraining angesagt, an vier bis fünf Tagen werden mehrere Stunden am Berg trainiert. Letztes Jahr wurde die Sportlerin, die in ihrer Freizeit gerne reitet, läuft und Radrennen fährt, bei den österreichischen Jugendmeisterschaften, fünfte im Riesentorlauf. Michaela fährt nach ihren Vorbildern Marlies Schild und Lindsey Vonn in allen alpinen Renndisziplinen. Olympiasiegerin ist sie aber im Skicross geworden. Was ist der Unterschied? Michaela dazu: „Beim Skicross sind mehr Wellen, Sprünge und Steilkurven eingebaut, der Kurs ist abwechslungsreicher und man misst sich mit drei anderen Läufer/innen gleichzeitig. Wenn man gut Skifahren kann, dann kann man auch Skicrossen, man muss nur gut starten und die Wellen gut fahren.“ Und das hat Michaela auch die Goldmedaille gebracht.
Was fühlt man als Olympiasiegerin? „Der Alltag ist ganz normal, aber wenn man bei der Siegerehrung ganz oben am Podest steht und die Bundeshymne hört, dass ist unvergesslich“, so die Jugendliche. Und wie schauen die weiteren beruflichen Pläne aus? Michaela schließt heuer die Skihandelsschule ab, danach wird sie den dreijährigen HAK-Aufbaulehrgang mit Matura absolvieren, weitere Berufspläne stehen noch nicht an. Ein Traum wäre der Profisport, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg.
Foto: Privatsammlung Fam. Heider.

